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Glossar der Wettbegriffe

Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Wettanalyse und faire Quoten in je einem präzisen Satz. Es richtet sich an Einsteiger und Fortgeschrittene und liefert die Grundlage, um die Signale von OnlyTipps einzuordnen.

Mindestquote

Die Mindestquote ist die niedrigste Quote, ab der eine Wette laut Modell noch einen positiven Erwartungswert hat. Liegt die verfügbare Quote darüber, besteht ein Wertvorteil; darunter empfiehlt das System die Wette nicht.

Faire Quote

Die faire Quote ist die Quote, die der wahren Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs ohne Buchmacher-Marge entspricht. Sie ist der Kehrwert der geschätzten Wahrscheinlichkeit.

Value (Wert)

Value bezeichnet einen positiven Erwartungswert: die angebotene Quote ist höher, als es der wahren Wahrscheinlichkeit entspricht. Nur Wetten mit Value sind langfristig sinnvoll.

Erwartungswert

Der Erwartungswert einer Wette ist der durchschnittliche Gewinn oder Verlust pro Einsatz über viele identische Situationen. Er berechnet sich als Wahrscheinlichkeit mal Quote minus eins.

Kalibrierung

Kalibrierung bedeutet, dass eine mit 60 Prozent angegebene Wahrscheinlichkeit über viele Fälle auch in etwa 60 Prozent der Fälle eintritt. Ein kalibriertes Modell misst sich an den echten Ergebnissen und korrigiert Abweichungen.

BTTS (Beide Teams treffen)

BTTS steht für Both Teams To Score. Der Markt gewinnt, wenn beide Mannschaften im Spiel mindestens ein Tor erzielen.

Über/Unter

Beim Über/Unter-Markt wird auf die Gesamtzahl der Tore relativ zu einer Linie gewettet, etwa Über 2,5 Tore. Über gewinnt bei drei oder mehr Toren, Unter bei zwei oder weniger.

Handicap

Ein Handicap gibt einer Mannschaft einen fiktiven Tor-Vorsprung oder -Rückstand. Beim asiatischen Handicap entfällt das Unentschieden, halbe Linien teilen den Einsatz.

Closing Line

Die Closing Line ist die Quote unmittelbar vor Anpfiff. Sie gilt als beste öffentliche Schätzung des wahren Risikos; wer regelmäßig bessere Quoten als die Closing Line trifft, wettet mit nachweisbarem Vorteil.

Monte-Carlo-Simulation

Eine Monte-Carlo-Simulation zieht viele tausend Zufallsverläufe eines Vorgangs und schätzt Wahrscheinlichkeiten aus deren Häufigkeit. OnlyTipps simuliert damit die Restspielzeit und leitet alle Märkte aus einer Verteilung ab.

Poisson-Verteilung

Die Poisson-Verteilung beschreibt die Anzahl seltener, unabhängiger Ereignisse in einem Zeitraum und ist das klassische Grundmodell für Tore im Fußball. OnlyTipps erweitert sie um eine Kopplung der Ergebnisse (Dixon-Coles).

Dixon-Coles

Das Dixon-Coles-Modell korrigiert die reine Poisson-Annahme dort, wo sie im Fußball zu ungenau ist, vor allem bei niedrigen Ergebnissen wie 0:0 oder 1:1, und koppelt die Tore beider Teams.

Margenbereinigung

Buchmacherquoten enthalten eine Marge, sodass die Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge über 100 Prozent summieren. Die Margenbereinigung rechnet diesen Aufschlag heraus und legt die faire Wahrscheinlichkeit frei.

xG (Expected Goals)

Expected Goals bewerten jede Torchance nach ihrer Abschlusswahrscheinlichkeit. Die Summe der xG eines Teams misst, wie viele Tore ein Spielverlauf erwarten ließ, unabhängig vom tatsächlichen Ergebnis.

Kelly-Einsatz

Das Kelly-Kriterium bestimmt den Einsatzanteil, der bei bekanntem Vorteil das langfristige Kapitalwachstum maximiert. OnlyTipps nennt einen konservativen Bruchteil davon als Orientierung, nie eine Aufforderung.

Wie diese Begriffe im Modell zusammenspielen, steht unter Wie funktioniert die Analyse.